THE GAP – Musik Performance Installation, 2025

La Batie Festival Genf, Altes Krematorium Silfeld Zürich

Katharina Rosenberger – Komposition, Klanginstallationen
Matthias Rebstock – Regie, Text
Betina Kuntzsch – Video-Zeichnungen
Sabine Hilscher – Installationen, Kostüme
Collegium Novum Zürich
Ensemble Contrechamps

Irgendwo, wo Zukunft und Vergangenheit aufeinanderstoßen, muss es einen Zwischenraum geben, eine Lücke. Oder geheime Portale in andere Welten. Vielleicht nur ein Staubkorn der Idee eines Neuanfangs? Steigen Sie mit uns in die Lücke und begeben Sie sich auf die Suche nach dem Schlupfloch in der Zeit.

Ausgangspunkt für THE GAP ist eine kurze Parabel von Franz Kafka von 1920. Er beschreibt darin die Situation des Menschen, der zwischen Vergangenheit und Zukunft eingeklemmt ist und gegen beide ankämpfen muss. Hannah Arendt stellt diese Erzählung ihrem Buch Between Past and Future: Eight Exercises in Political Thought voran und setzt dem ausweglosen Bild von Kafka die Überzeugung entgegen: „Every human being is a beginning, a beginner, a novelty, something that never existed before, something new and unprecedented.” Ein Neuanfang ist für sie daher – trotz allem – zu jedem Zeitpunkt möglich, weil der Mensch frei ist. Aber wie kann der Mensch mit diesem Anspruch der Freiheit umgehen? Welche Geschichten sollen weitererzählt und in die Zukunft mitgenommen werden und welche nicht? Ist Geschichte Voraussetzung für die Freiheit oder steht sie ihr im Weg?

In der Performance-Installation werden die verschiedenen Aspekte von Zeit in der Musik erlebbar gemacht: das Vorwärtsstreben und Zurückdrängen, Verharren, Bremsen, Kreisen.

Info zum Projekt: www.the-gap.space